Meister-BAföG (Aufstiegs-BAföG)

Wer glaubt, BAföG wäre nur etwas für Studenten, liegt falsch. Nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) werden Fachkräfte, die einen Fortbildungsabschluss erreichen wollen, die diesbezügliche Fortbildung allerdings nicht selbständig finanzieren können, entsprechend unterstützt. Dabei erhalten die Geförderten nicht nur ein zinsgünstiges Darlehen, sondern auch einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss!

Der Maßnahmebeitrag für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren beträgt ab dem 01.08.2016 bis zu 15.000 Euro. Davon werden 40 % als Zuschuss, also quasi als Geschenk vom Staat, geleistet. Für den Rest kann ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden. Nach erfolgreichem Bestehen aller 4 Meisterteile kann ein Erlass von 40 % des in Anspruch genommenen Darlehens beantragt werden.

Die Anträge können bei den zuständigen Stellen direkt vor Ort oder auch online über das Internet-Portal https://www.aufstiegs-bafoeg.de/ angefordert werden.
Das sogenannte Formblatt B ist Bestandteil des Antrages und wird nach Anmeldung durch uns ausgefüllt. Gerne können Sie dieses bei uns anfordern.

Auf der Internetseite https://www.aufstiegs-bafoeg.de/ können Sie zur besseren Orientierung auch einzelne Fallbeispiele einsehen, bzw. unter der
Tel. 0800 / 622 36 34 von Montag bis Freitag von 8 - 20 Uhr die kostenlose Info-Hotline anrufen.

 Steuerliche Vergünstigungen

Die Kosten einer beruflichen Weiterbildung können bei der Steuererklärung in Ansatz gebracht werden.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können bis zu einem Betrag von 1.000,00 Euro pro Jahr die Werbungskostenpauschale geltend machen. Kosten, die über diesen Betrag hinausgehen, sind voll absetzbar, wenn es sich um eine berufliche Weiterbildung handelt. Welche Kosten man absetzen kann, hängt von den individuellen Voraussetzungen ab.

Zu den Weiterbildungskosten zählen u.a.:

  • Kursgebühren
  • Verpflegungsmehraufwendungen (selbst getragene Kosten für Verpflegung)
  • Fahrten zur Weiterbildungsstätte
  • Übernachtungskosten
  • Kosten für Arbeitsmittel wie z.B. Fachliteratur oder Verbrauchsmaterial
  • Fahrten zu Lerngruppen
  • doppelte Haushaltsführung